17.06.2026

Staffelmarathon-Finale auf Helgoland: Wind, Wellen und jede Menge Teamgeist

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Am 12. Juni hieß es für die Triathlon-AG von Frau Schmidt: früh aufstehen! Bereits um 5:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Finale des Staffelmarathons der Schulen auf Helgoland. Da Frau Schmidt verhindert war, übernahm hier Frau Thiele und das restliche Team bestand unverändert aus Maxim und Matthis (beide 5b), Pia und David (beide 6b), Nele (6d), Enna (7a) sowie Herrn Klinckhamer. Nachdem wir unseren Startplatz erst als Nachrücker erhalten hatten, konnten wir die Reise ganz entspannt antreten: Natürlich wollten wir unser Bestes geben, vor allem aber das Erlebnis genießen.

 

Trotz der frühen Uhrzeit herrschte bereits im Bus und später auf der Fähre gute Stimmung. Allerdings mussten wir feststellen, dass unser Platz im Inneren des Schiffes nicht für alle die beste Wahl war – einigen schlug die Überfahrt doch etwas auf den Magen.

Auf Helgoland erwartete uns ein Wetter, das abwechslungsreicher kaum hätte sein können. Innerhalb weniger Minuten wechselten sich strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, kalter Wind, dunkle Wolken und kräftige Regenschauer ab. Besonders deutlich wurde das bei unserem Ausflug auf die Düne: Während wir noch bei grauem Himmel und leichtem Nieselregen auf die Fähre warteten und die Motivation langsam sank, begrüßte uns auf der Düne plötzlich wieder die Sonne. Dort konnten wir zahlreiche Robben beobachten, und der Großteil unserer Gruppe ließ sich sogar zu einem erfrischenden Bad in der Nordsee überreden.

Auch die Helgoländer selbst hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck. Die Gastfreundschaft auf der Insel war bemerkenswert: Einem Schüler, der sich in der freien Zeit während des „Lehrerbriefings“ erschöpft auf einer Treppe ausruhte und seine Schuhe lüftete, wurden kurzerhand zwei Euro „gespendet“. Ein anderer musste erleben, wie ihm nach nur zwei Bissen eine Möwe seinen Cheeseburger stahl – und er erhielt sofort kostenlos einen neuen Burger.

Beeindruckt hat uns außerdem die Organisation der Veranstaltung: Von den Bus- und Fährfahrten über kostenlose Angebote wie das Freibad bis hin zur Streckenführung und Verpflegung war alles hervorragend vorbereitet. Besonders die gemeinsame Aufwärmveranstaltung mit Musik und Tanz sowie die traditionelle Spaghetti-Party sorgten für eine tolle Atmosphäre. Kaum zu glauben, dass all dies im Startgeld von nur 18,75 Euro pro Teilnehmer enthalten war.

Der Lauf selbst hatte es dann allerdings in sich. Vor allem der etwa 200 Meter lange Anstieg „Düsenjäger“ mit einer Steigung von bis zu 40 Prozent brachte viele an ihre Grenzen. Hinzu kamen kräftige Windböen und immer wieder Regenschauer auf dem Oberland bei stetem auf und ab. Entsprechend erschöpft waren wir alle nach unseren Etappen. Gleichzeitig wurden wir entlang der Strecke großartig angefeuert, sodass jeder noch einmal alles aus sich herausholte.

Im Gesamtklassement belegten wir zwar keinen Spitzenplatz, konnten aber mit unserer Leistung sehr zufrieden sein: Von den 24 teilnehmenden Teams lagen wir immerhin 32 Minuten vor dem letzten Platz. Zum Siegerteam vom Johanneum zu Lübeck fehlten am Ende knapp 40 Minuten.

Für zusätzliche Spannung sorgte schließlich die Rückreise. Wegen angekündigten starken Wellengangs sollte unsere Fähre bereits zwei Stunden früher als geplant ablegen. Doch stellte sich heraus, dass diese aufgrund eines Motorschadens auf See liegen geblieben war. Im Hintergrund wurde daraufhin eine alternative Rückreise über Cuxhaven und Büsum organisiert. Insgesamt dauerte diese Heimfahrt mit Umsteigen dann allerdings rund acht Stunden – die meiste Zeit bei kräftigem Seegang.

Gerade auf dieser langen Rückfahrt zeigte sich jedoch der besondere Zusammenhalt unserer Gruppe. Mal wurde gesungen, mal gescherzt, und trotz aller Strapazen kamen wir „gesund und munter“ durch die Wellen. Um 2:45 Uhr morgens erreichten wir schließlich wieder das Ahrensburger Schloss – müde, aber voller Erinnerungen an ein außergewöhnliches Abenteuer auf Helgoland.